
Virtueller Rundgang am „Eisernen Vorhang“
Über Jahrzehnte markierte die innerdeutsche Grenze nicht nur eine Trennlinie zwischen zwei Staaten, sondern zwischen zwei Welten. Heute ist dieser fast 1400km lange ehemalige „Todesstreifen“ als Grünes Band ein wertvolles Biotop und ein lebendiges Geschichtsarchiv. Unsere virtuellen Rundgänge nehmen Sie mit an Orte, an denen die Zeit scheinbar stehen geblieben ist.
Grenzenlose Erfahrung
Erleben Sie die Gedenkstätte Marienborn als ehemals größten Grenzübergang und Mödlareuth als das kleinste geteilte Dorf Deutschlands. Dieser Kontrast macht die unterschiedlichen Gesichter der Geschichte – vom logistischen Massenbetrieb bis zum Schicksal einer winzigen Dorfgemeinschaft – immersiv erfahrbar.

Mödlareuth – Das geteilte Dorf „Little Berlin“
Mödlareuth ist ein Ort, der weltweit seinesgleichen sucht. In dem idyllischen Dorf im Vogtland leben heute insgesamt nur 55 Einwohner – und doch verläuft mitten hindurch eine Grenze, die 41 Jahre lang unüberwindbar war. Auch heute ist das Dorf administrativ geteilt: Ein Teil gehört zum Freistaat Thüringen (Saale-Orla-Kreis, 34 Einwohner), der andere zum Freistaat Bayern (Landkreis Hof, 21 Einwohner).
Ein Dorf, zwei Welten: Leben mit zwei Systemen
Was früher eine tödliche Barriere war, zeigt sich heute in kuriosen Unterschieden im Alltag:
Getrennte Infrastruktur: Die Bewohner haben unterschiedliche Postleitzahlen, Telefonvorwahlen und sogar die Müllabfuhr kommt an verschiedenen Tagen aus den jeweiligen Landkreisen.
Schule & Feiertage: Während die Kinder in unterschiedliche Schulsysteme gehen, genießen die Nachbarn jeweils andere Feiertage – etwa Mariä Himmelfahrt in Bayern oder den Weltkindertag in Thüringen.
In unserem Rundgang können Sie mit nur einem Klick virtuell von Bayern nach Thüringen „hüpfen“ – ein Weg, der damals lebensgefährlich war.





Gedenkstätte Marienborn – Das Nadelöhr im Kalten Krieg
Als monumentalen Kontrast dazu präsentieren wir Ihnen die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn – den ehemals größten und bedeutendsten Grenzübergang zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Marienborn war kein bloßes Dorf, sondern ein hochgerüstetes, 35 Hektar großes Bollwerk der Überwachung an der Transitstrecke nach West-Berlin.
Monument der Überwachung: Die Grenzanlage in 360°
In unseren Panoramen wird die schiere Größe und die logistische Präzision der Abfertigungsanlagen sichtbar. Von den Passkontrollstellen bis zu den riesigen Flutlichtmasten atmet das Gelände noch heute die Atmosphäre von Kontrolle und Misstrauen. Es ist ein imposantes Denkmal der Bürokratie, das in seiner Monumentalität bis heute tief beeindruckt.




Grenzen überwinden – Eine Mission für die Zukunft
Der Mauerfall 1989 markierte nicht nur das Ende der deutschen Teilung, sondern das Ende eines weltweiten Konflikts. Die Erinnerung an diese friedliche Überwindung mahnt uns bis heute, Grenzen – auch jene in den Köpfen – durch Dialog zu ersetzen. In einer Zeit, in der Abschottung und Hass wieder zunehmen, bleibt die Botschaft der Versöhnung aktueller denn je: Es gilt, Brücken zum Nachbarn zu bauen, statt neue Mauern zu errichten.


Lernen wir aus der Geschichte:
Bereit für Digitale Erinnerungskultur?
Unsere 360°-Touren bewahren kulturelles Erbe und machen es durch neue Perspektiven erlebbar!



